Twitter-Basics

Quantität vs. Qualität auf Twitter

So manchen Twitter-Account-Betreibern geht es vorrangig darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele "Follower" (Abonnenten) zu gewinnen. Die Followerzahl, für jedermann sichtbar, wird dann gern als Aushängeschild betrachtet und eingesetzt. Für den Außenstehenden sind jedoch Zweifel angebracht. Denn längst gibt es diverse Strategien, Vorgehensweisen und Tools, mit denen man seine Followerzahl maximieren kann - quasi automatisiert und teils nahezu unabhängig von Qualität bzw. Inhalt der einzelnen Updates (Tweets). Andere Accounts wiederum haben besonders viele Follower, weil sie prominenten Schauspielern, Musikern, Politikern oder Wirtschaftsbossen gehören. Menschen wie du und ich twittern häufig, wie ihnen "der Schnabel gewachsen ist", kümmern sich kaum um ein etwaiges Image und legen eher wenig Wert auf Followermanagement jeglicher Art. Mit ein wenig Hintergrundwissen erkennt man also recht schnell, warum jemand twittert - und ob das Followerwachstum auf natürliche Weise zustande gekommen ist, oder nicht.

Ich selbst gehöre zu jenen Twitterern, die aus Überzeugung "von Hand" twittern. Ich liefere in meinen Updates eine authentische Mischung aus Information, Meinung und Unterhaltung; nutze Hashtags, Replies, Retweets und Direct Messages je nach Zeit, Lust und Laune; folge aktiv nur Accounts, die mich interessieren - und folge längst nicht jedem zurück, der mir folgt. So habe ich ganz nebenbei eine Menge Abonnenten gewonnen. Darunter auch neue Freunde und Kunden. Und erfreue mich jeden Tag meiner abwechslungsreichen, informativen Timeline.

Deutsche Marken auf Twitter

"Der Microblogginganbieter Twitter erfreut sich immer höherer Beliebtheit. Dies ist nicht nur bei Privatpersonen und Medienagenturen der Fall, sondern auch bei Markenunternehmen aller Branchen. Diese entdecken Twitter als neuartiges Kommunikationsmittel und nutzen dieses sehr unterschiedlich." So formuliert es der Webdesigner Stefan Borchert im Einleitungstext zu seinem rasant angewachsenen Verzeichnis. Sehen Sie dort, welche Marken sich wie präsentieren. Mein Markenaccount @corvus_albus ist natürlich mit von der Partie.

Twittern zur Kundenbindung: Positivbeispiel "Localtweets-Contest"

Viele Unternehmen und Selbstständige nutzen Twitter inzwischen zur Kundenbindung oder -gewinnung. Mehr oder weniger geschickt freilich. Auf große Resonanz bei den Followern stoßen häufig Wettbewerbe, Gewinnspiele, Verlosungen.

 

Eine besonders originelle und zielgruppengerechte Idee hatte Eva Brandecker vom Brandecker Media Verlag: Über ihren Account @thegrooves rief sie im Sommer 2009 zu Mundart-Tweets auf. Als Gewinn wurde ein "feines Mehr-Gänge-Menü für 2" in Aussicht gestellt. Mehr nicht. Was passierte? Sprachverliebte Twitterer posteten prompt unzählige "localtweets": 140-Zeichen-Mitteilungen, die in sächsischem, bayrischem, fränkischem Dialekt usw. formuliert waren. Jede Menge Follower wiederum amüsierten sich. Wochenlang. @thegrooves kommentierte und retweetete natürlich fleißig. Und trat damit auf sympathische Weise immer wieder in Dialog mit bestehenden oder potenziellen Kunden. Das Abstimmungsergebnis und meinen Gewinnertweet (2. Platz) sehen Sie hier.

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Ein paar Twitter-Kuriositäten finden Sie in den Twitter-Specials.

 

Heißer Draht

Wählen Sie (06321) 958 75 61. Täglich zwischen 8:00 und 22:00. Sie fragen, Barbara Späth antwortet. Wenn nicht gleich, dann sofort.